Prototyp – Der ingenieur.de Karriere-Podcast

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Folge 33 - Warum Unternehmen mit altem Führungsstil Probleme bekommen

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Jahrzehntelang galt das eiserne Gesetz der Hierarchie: Die Chefetage befiehlt, die Mitarbeitenden führen aus. Moderne Unternehmen haben sich von diesem militärisch anmutenden Konzept verabschiedet, aber die Suche nach der perfekten neuen Art der Mitarbeiterführung ist längst nicht abgeschlossen. Der Schlüsselbegriff, den sich jetzt viele Firmen auf die Fahne schreiben: Transformationaler Führungsstil – in Abgrenzung zum alten transaktionalen Prinzip.

Was heißt denn das? „Man kann transformationale Führung auch mit inspirierender Führung übersetzen“, sagt Heike Bruch von der Uni St. Gallen. Sie ist Professorin für Betriebswirtschaftslehre und hat ihren Schwerpunkt auf Forschungsthemen rund um die Bereiche Leadership, Energie und Engagement gelegt. In dieser Episode spricht sie mit Claudia Burger und Peter Sieben darüber, wie dieser neue Führungsstil aussehen kann, welche Chancen er bietet – aber auch welche Risiken. Denn ein Zuviel an Identifikation und Begeisterung kann auch Probleme bringen.

Folge 32 - Lachen ohne Anlass: Warum uns das im Job helfen kann

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Wann haben Sie das letzte mal so richtig befreit und herzhaft gelacht? Nun, wir leben in einer Phase, in der vielen von uns nicht so oft zum Lachen zumute ist. Das Gute: Man braucht nicht unbedingt einen Anlass zum Lachen, sagen Cornelia Leisch und Ute Liebhard. Die beiden Vorsitzenden des Europäischen Berufsverbands für Lachyoga und Humortraining coachen Menschen und Unternehmen, wenn es um Stressbewältigung und Resilienz geht. "Unser Lächeln haben wir immer dabei. Das ist ein ganz einfaches Tool, das immer funktioniert", sagt Ute Liebhard. Man müsse nicht unbedingt etwas witzig finden, um zu lachen - und das kann man trainieren. "Das ist ein muskuläres Training, das sich direkt positiv auswirkt", sagt Cornelis Leisch. Dem Körper sei es egal, warum wir unsere Mundwinkel nach oben ziehen - für ihn sei die Bewegung allein Signal genug, Endorphine auszuschütten. Sich das zur Gewohnheit zu machen, brauche ein bisschen Übung. "Wenn Sie einen Marathon laufen wollen, reicht eine Stunde Joggen nicht als Training. So ist das beim Lachen auch. Tatsächlich konditionieren wir uns mit der Zeit auch und brauchen nur noch einen Auslöser, um zu lächeln und uns gut zu fühlen", erklärt Ute Liebhard; Das Prinzip: Mind follows Body. Das funktioniere garantiert immer, so Cornelia Leisch. "Nach einer Stunde Lachtraining fühlen Sie sich gut. Egal, wie viel Skepsis oder schlechte Laune Sie zu Beginn hatten." Mit einfachsten Mitteln lasse sich so Stress abbauen und Resilienz fördern - auch in hektischen Phasen zwischen Videomeetings und Konferenzmarathon.

Folge 31 - Bewegungsmangel: Wie das Homeoffice uns krank macht - und was wir dagegen tun können

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Um ins Büro zu kommen, müssen viele von uns nur noch einmal quer über den Flur ins Arbeitszimmer gehen. Da sitzen wir dann am Schreibtisch. Stundenlang. Deutschland ist Sitzweltmeister: In keinem anderen Land verbringen die Menschen mehr Zeit sitzend. Und in Homeoffice-Zeiten bewegen sich die meisten noch viel weniger als vorher. Das kann üble Folgen haben: chronische Rückenprobleme, Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme können die Folgen sein, sagt Jan Kolthoff. Nach einem dualen Physiotherapiestudium und Stationen als Athletiktrainer und Physiotherapeut in der Fußball-Bundesliga gründete er move UP: Der Dienstleister berät Unternehmen bei deren Gesundheitsmanagement.
Auf welche „drei Dimensionen“ zu achten sind, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer Gesundheit und Produktivität erhalten und fördern wollen, erzählt Gesundheitsberater Jan Kolthoff in dieser Episode von „Prototyp“ - und er verrät, mit welchen einfachen Tricks wir für mehr Bewegung im Homeoffice sorgen.

Folge 30 - Keine Angst vor dem Unbekannten: Wie Digitale Transformation gelingt

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Digitalisierung macht manchen Menschen Angst - und nicht wenige Unternehmen tun sich immer noch schwer mit der Transformation in ein neues Zeitalter. Doch wer nicht abgehängt werden wolle, müsse sich mit der neuen Technologie auseinandersetzen, sagt Anja Hendel. Sie weiß, wie das erfolgreich gelingen kann: Sie hat einst Porsche fit für die digitale Transformation gemacht und ist jetzt in der Geschäftsführung der VW-Tochter Diconium. Im Podcast erklärt die IT-Expertin, weshalb die digitale Transformation nicht in erster Linie ein technisches Problem ist. Und sie verrät, was sich hinter dem Hashtag #Showtogrow verbirgt, den sie unter anderem auf Linkedin und Twitter etabliert hat.

Folge 29 - Mentalist Jakob Lipp verrät: So erkennen Sie, ob Ihr Gegenüber die Wahrheit sagt

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Das Wort Magier hört Jakob Lipp nicht so gern. Denn mit Magie habe seine Arbeit nichts zu tun. Das, was er tut, nennt er Gedankenkunst und sich selbst bezeichnet er als Mentalist: „Ich beobachte die Menschen einfach genau“, sagt Jakob Lipp. Mit seinen Shows füllt er Hallen und als Keynotespeaker und Experte für nonverbale Kommunikation berät er Führungskräfte. „Weit mehr als 50 Prozent unserer Kommunikation läuft über nonverbale Signale“, sagt Lipp. Ein Umstand, den man privat, aber auch im Beruf nutzen kann: Sagt mein Gegenüber die Wahrheit? Ist mein Gesprächspartner angespannt? Ist der Auftragnehmer wirklich überzeugt von meiner Idee? All das könne man anhand von Gestik und Mimik herauslesen, so Lipp. "Ich achte zum Beispiel darauf, ob die Hände zur Sprache passen. Es wird keiner die Hände in den Hosentaschen haben, wenn er voll begeistert ist." Im Umkehrschluss lassen sich bestimmte Signale auch bewusst einsetzen: „Jeder von uns ist extrem beeinflussbar.“ Nähe etwa sei das A und O. „Im Geschäftsleben schafft das Vertrauen.“ Mit der entsprechenden Körpersprache könne man seine Vertrauenswürdigkeit unterstreichen, was enorm hilfreich sein kann. In Zeiten von Corona und digitalen Meetings ist die Sache mit der Körpersprache aber nicht ganz so einfach. Doch auch dafür hat Jakob Lipp einen Tipp: „Beim virtuellen Meeting müssen wir unser Thomas-Gottschalk-Gen nutzen: Packen Sie auf Ihre normale Gestik und Mimik nochmal 20 Prozent an Intensität drauf, als wären Sie Moderator einer Fernsehshow.“ Allzu sehr übertreiben dürfe man aber nicht, denn das wirke unsympathisch. Wichtiger als Selbstinszenierung sei aktives Zuhören: „Fassen Sie das Gehörte noch einmal zusammen, wiederholen Sie ein paar Wörter.“ Und wer immer wieder das Gefühl hat, nie zu Wort zu kommen, kann es mal mit der Fischmaul-Technik probieren. Was es damit auf sich hat, verrät Jakob Lipp im Gespräch mit Peter Sieben in der aktuellen Ausgabe des Karriere-Podcasts „Prototyp“ von ingenieur.de und VDI nachrichten.

Folge 28 - New Work: Schöne neue Arbeitswelt - oder Selbstausbeutung?

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Arbeit als reiner Broterwerb war gestern. Der Beruf soll Spaß machen, sinnhaft sein und sich in den Lebensalltag integriert werden können, ohne dass wir ihn als lästige Pflicht oder gar Störfaktor wahrnehmen: "New Work" nennen Soziologen das seit den 70ern. Jetzt, in Home-Office-Zeiten, wird das Buzz Word lebendig wie nie zuvor: Plötzlich sind wir alle zu "New Work" gezwungen, ob wir wollen oder nicht. Das kann immense Vorteile für den Joballtag haben, wenn wir jetzt die richtigen Konventionen finden, sagt Psychologe Stephan Grünewald, Gründer des renommierten Rheingold-Instituts. "Auf die Unternehmen kommt eine ganz neue Fürsorgepflicht zu", sagt er. Denn immer mehr Remote-Work birgt auch das Risiko, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sozial ins Abseits geraten und zudem dazu tendieren, sich selbst auszubeuten. Wie das verhindert werden kann, verrät unser Gast Stephan Grünewald im Gespräch mit Wolfgang Schmitz und Peter Sieben in dieser Episode.

Folge 27 - Vor Publikum reden: Schauspieler Michael Rossié gibt Tipps

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Die klassischen Regeln der Rhetorik haben ausgedient, sagt der Sprechercoach Michael Rossié. Bestes Beispiel: Wer ständig überlegt, was er mit den Händen tun soll, kann sich nicht auf seinen Vortrag konzentrieren. Sein Credo: „Eine Rede sollte einer Unterhaltung ähnlich sein.“ Wenn Sie schon feuchte Hände bekommen, wenn Sie nur an die nächste Rede vor Publikum denken, sind Sie in guter Gesellschaft: Vielen Menschen fällt es schwer, frei vor einer Gruppe Menschen zu sprechen. Speaker und Schauspieler Michael Rossié erklärt in dieser Folge, mit welchen einfachen Mitteln Ihnen ein perfekter Auftritt gelingt - trotz Lampenfieber.

Folge 26 - Diversität im Unternehmen - Trumpf-Personalchef: "Wir müssen ein offenes Ohr haben"

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„Wenn wir bunter werden, werden wir erfolgreicher“, sagt Oliver Maassen, Personalchef von Trumpf. Bei dem Werkzeugmaschinenbauer trägt Maassen Verantwortung für rund 14.800 Mitarbeiter. Im Karrierepodcast Prototyp spricht er über Vorteile der Diversität, die spezielle Kultur von Familienunternehmen und den Umgang mit der Generation Z. Außerdem verrät er, wie er sein Sabbatical genutzt hat und was in seinem unveröffentlichten Roman über die Finanzbranche steht.

Folge 25 - Die ersten Tage im neuen Job: Was Sie auf keinen Fall tun sollten

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Die ersten Tage im neuen Job sind immer eine Herausforderung und halten zahlreiche Fallstricke bereit. Ein schlechter erster Eindruck kann die Karriere nachhaltig beeinträchtigen. Doch es gibt Methoden, mit denen Sie den Start im neuen Unternehmen erfolgreich absolvieren können. Barbara Bilyk ist Spezialistin auf dem Gebiet. Sie konzentriert sich als Karriere-Coach auf die Startphase in Großunternehmen. Im Podcast spricht die Expertin mit uns über die größten Fehler in den ersten 100 Tagen im neuen Job und gibt Tipps, wie man sie vermeiden kann.

„Die meisten Menschen machen sich Gedanken darüber, was sie anziehen wollen, aber nicht, wie sie sich den neuen Kolleginnen und Kollegen vorstellen.“ Darauf sollte man sich aber unbedingt vorbereiten, um am ersten Tag im Büro sympathisch und kompetent erklären zu können, woher man kommt, was man kann und was man künftig im Unternehmen machen wird. Ein Fehler, den viele „Neue“ machen, liegt darin, sich komplett Einarbeitung zu verlassen. „Es ist wichtig, auch selbst aktiv zu werden. Sie sollten herausfinden, wie das Unternehmen wirklich tickt“, sagt Bilyk.

Bisweilen gerät man unter Kollegen in Gespräche, die einen unangenehmen Beigeschmack haben können. Etwa wenn es um Kritik an der Firma oder an anderen Kolleginnen und Kollegen gibt. Wie verhält man sich am besten? „Am besten ist es, vielleicht Rückfragen an die Kollegen zu stellen: ‚Warum glaubt ihr denn, dass das so ist? Woher kommt das?‘ So kann man einerseits Informationen für sich einsammeln, aber auch zeigen, dass es vielleicht verschiedene Sichtweisen auf ein Thema gibt. Auf keinen Fall sollte man aktiv in Gespräche einsteigen, die ins Lästern abdriften.“ Wen man als notorischen Nörgler identifiziere, den sollte man mittelfristig ohnehin lieber meiden, rät Barbara Bilyk.

Wer von einem Unternehmen in ein anderes wechselt, neigt vielleicht dazu, Abläufe und Methoden ins neue Umfeld mitbringen zu wollen. Doch gerade am Anfang könne das schnell besserwisserisch wirken, so die Expertin. „Zu Beginn hat man viele Informationen noch nicht. Man sollte sich erst einmal eine Weile anschauen, wie Prozesse im Unternehmen ablaufen und Arbeitsanweisungen befolgen. Wenn man dann Optimierungspotenzial sieht, kann man das als konstruktiven Vorschlag später einbringen.“ Das kann zum Beispiel auch ein Thema im ersten Mitarbeitergespräch sein. Darauf sollte man sich übrigens auch immer gut vorbereiten – und am besten gar nicht erst bis dahin warten, sondern schon vorher Feedback einfordern. Denn wenn das Mitarbeitergespräch am Ende der Probezeit stattfindet, ist es unter Umständen schon zu spät zum Gegensteuern.

Noch mehr Tipps zu den ersten Tagen im neuen Job gibt es in der aktuellen Folge von Prototyp, dem Karriere-Podcast von ingenieur.de und VDI nachrichten.

Folge 24 - Narzisst als Chef: Der Schaden für Unternehmen kann fatal sein

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Narzissten sind egozentrisch, intrigant, manipulativ: Eigenschaften, die erschreckenderweise im Beruf helfen können, in Top-Positionen zu gelangen. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. "In unserer Studie mit knapp 10.000 Deutsche haben wir herausgefunden, dass die narzisstischen Tendenzen zunahmen, je höher man in der Hierarchie kommt", sagt Victoria Berg, Mitautorin der Studie. Die Wirtschaftsingenieurin arbeitet als Coach und promoviert an der Heinrich-Heine-Universität (HHU) zu psychologischen Ressourcen für erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Sie weiß: Menschen mit starker narzisstischer Persönlichkeitsneigung wirken oft besonders charismatisch und kompetent. Doch wenn sie in Führungspositionen kommen, kann das dem Unternehmen unter Umständen massiv schaden. "Die Leadership Effectiveness steigt zunächst mit einem gering narzisstischen Verhalten, dann gibt es aber einen Wendepunkt und dann sinkt auf einmal die Leadership Effectiveness wieder mit steigendem Narzissmus. Kurz gesagt: Eine minimale Ausprägung an narzisstischem Verhalten kann durchaus förderlich sein in Bezug auf Leadership Effectiveness, kippt aber sehr, sehr schnell ins Negative und dann wird es wirklich hinderlich bis hin zu toxisch."

Weil Narzissten ihr überhöhtes Selbstbild um jeden Preis erhalten wollen, seien sie zu extrem riskantem bis hin zu kriminellem Handeln bereit. Für Unternehmen kann das immensen finanziellen Schaden bedeuten. "Narzisstische Menschen sind Personen, die in einer ständigen Ambivalenz zwischen einer extrem unrealistischen und selbst wahrgenommener Grandiosität leben und gleichzeitig einen extremen Minderwertigkeitskomplex aufweisen", erklärt Berg. Damit diese Minderwertigkeit übertrumpft oder ausgeglichen werden könne, benötigten Narzissten permanent eine extrem hohe Aufmerksamkeit und Wertschätzung von außen. Männer sind signifikant häufiger betroffen als Frauen - womöglich habe das seinen Ursprung in einem überkommenen Rollenverständnis. Victoria Berg sieht einen "unfassbaren Handlungsbedarf" in Unternehmen: "Es ist wichtig zu überdenken, nach welchen Kriterien Beförderungen erfolgen. Deshalb wäre eine Möglichkeit, auf jeden Fall gesunde Führungsvorbilder zu entwickeln, zu promoten und vorzustellen." Woran man Menschen mit narzisstischer Neigung erkennt, wie man mit ihnen am besten umgeht, und was sie Unternehmen sonst noch dringend rät, das erzählt Victoria Berg im Gespräch mit Claudia Burger und Peter Sieben in der aktuellen Ausgabe von "Prototyp", dem Karrierepodcast von ingenieur.de und VDI nachrichten.

Über diesen Podcast

Ohne Prototypen geht nichts in Serie. Unser Podcast ist Ihr Werkzeug, mit dem Sie Ihre Karriere in allen Phasen entwickeln - vom Studium bis zum Chefsessel.

Egal, ob Sie Ingenieurin, Mechatroniker oder Wissenschaftlerin sind: Prototyp begleitet Sie. Alle 14 Tage sprechen die Redakteurinnen und Redakteure von ingenieur.de und den VDI nachrichten mit prominenten Frauen und Männern aus Wirtschaft, Forschung und Bildung. Graue Theorie gibt's bei uns nicht. Stattdessen teilen Prototypen ihre Erfahrungen mit Ihnen, geben praktische Tipps für Ihren Erfolg und verraten spannende Details aus ihrem eigenen Berufsleben.

von und mit ingenieur.de

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