00:00:05: Es ist noch nicht allzu lange her, da reichte es Ingenieurin oder Ingenieur zu sein.
00:00:11: Um nach dem Rosinenprinzip Arbeit zu finden, dann konnte sich die gewünschte Stelle herauspicken.
00:00:18: Junge Menschen wählten ihr Ingenieursstudium nach Interesse wohl wissend dass es klappen wird.
00:00:24: Hände ringt gesucht hieß es allen halben von Arbeitgebern.
00:00:28: diese Zeiten sind definitiv vorbei.
00:00:31: der Arbeitsmarkt hat sich gewandelt.
00:00:34: Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.
00:00:36: Warum das so ist und welche Folgen das für Karrieren haben kann?
00:00:41: Das mit dem genauer hinschauen möchte ich heute gemeinsam mit René Grunner machen.
00:00:45: René ist Mint-Experte, Mint Bereitsleiter bei HACE – der Personalberatung und Vermittlung für Ingenieureinnen und Ingeniöre.
00:00:55: Ja, damit begrüße ich euch zum Karrierepodcast Prototyp von ingenieur.de und VDI Nachrichten.
00:01:01: Am Mikrofon hört ihr Wolfgang Schmitz Und natürlich ganz herzlich begrüße ich unseren heutigen Gast.
00:01:08: Hallo René, schön dass du dabei bist.
00:01:11: Hi Wolfgang!
00:01:12: Vielen Dank, dass ich dabei sein darf.
00:01:13: Ich freue mich auf das Gespräch.
00:01:15: Gut fangen wir an.
00:01:17: Ja.
00:01:18: Ich habe eben davon gesprochen, dass sich der Arbeitsmarkt für Ingenieurinnen gewandelt hat.
00:01:23: Ich glaube darüber brauchen wir nicht lange zu diskutieren, dass das Fakt ist oder?
00:01:28: Absolut absolut also wir sehen uns heute in einem ganz anderen Markt gegenüber als es noch vor vier fünf Jahren war.
00:01:34: Der aktuelle Hayes-Fachkräfte-Index besagt, dass die Nachfrage nach Fachkräften in Deutschland im ersten Quartal XXVI gegenüber dem Vorquartal um sechsundzwanzig Prozentpunkte gestiegen ist.
00:01:49: Speziell im IT-Bereich registrierst du beziehungsweise Hayes eine deutliche Belebung.
00:01:56: Das liest sich doch eigentlich ganz gut und lässt uns doch eigentlich frohgemut in die Zukunft schauen!
00:02:04: Du lachst schon leicht.
00:02:06: Wo
00:02:06: ist der Haken an der Sache?
00:02:09: Also es gibt einen kleinen Haken definitiv, also grundsätzlich liegt sich das schon erstmal gut weil Plus bedeutet ja erst mal was Positives.
00:02:15: Das ist ja klar.
00:02:16: man muss aber sehen diese Anstieg kommt von zwei Haupteffekten die wir am Markt sind.
00:02:21: zum ein hatten wir im QIV als in dem Vorgängerquartal kommen wir von einem sehr niedrigen Niveau dass damals sehr stark geprägt war Einstellungsstops, Budgetkürzungen und Projektpausen, die letztendlich das Level schon mal von vornherein im Kofi relativ gering gemacht haben.
00:02:40: Zum anderen sehen wir... aktuell eine Verschiebung, eine strukturelle Verschiefung der Nachfrage-Situation.
00:02:50: Es gibt einzelne Boom-Bong-Pronchen die extrem nach vorne greifen wenn ich zum Beispiel ganz klar die Themen Infrastruktur, Energie, Energiewandel oder auch die Baunamenbranche sehe.
00:03:02: Die haben deutlich zugelegt Ja, während es nach wie vor immer noch Bronzen gibt die sicherlich stark unter Druck sind.
00:03:09: Wie Automotiv was sehr bekannt ist hier in Deutschland.
00:03:13: also wir können hier noch nicht von einem allgemeinen Ausschwung als solches sprechen sondern eher den strukturellen.
00:03:20: eine strukturale Verschiebung der Nachfrage.
00:03:22: das sind ja anscheinend die bronzen maschinenbau automotive über die jahr in denen deutschland jahrelang das sagen hatte.
00:03:31: Sind das die klassischen Ingenieurbranchen, die darunter leiden unter der Entwicklung?
00:03:36: Also grundsätzlich ist es sicherlich schon ein großer... ist das schon ein großer Bereich in Deutschland.
00:03:42: Wir sind das Land der Ingenieure, wir haben einen sehr starken Maschinenbau und eine Automotive als eines der stärksten Branchen wie überhaupt in den Ingenierungen in Deutschland steigt.
00:03:55: Natürlich leiten diese Branchen aber wir sehen diese Branche auch sehr stark in der Transformation.
00:04:02: Maschienenbau ist ja auch stark in dem Thema Energie verhaftet, also neue Energieerzeugungsmodelle, Wasserstofftechnologien
00:04:10: etc.,
00:04:11: wo Maschinenbau sehr stark reinkommt.
00:04:13: Wir sind halt in einer starken Transformation, da muss investiert werden um in Zukunft wieder auch in diesem Branchenwachstums Segment und Signale zu
00:04:22: sehen.".
00:04:22: Kann man sagen eigentlich dass die Zeit des Arbeitnehmermarktes vorbei ist?
00:04:26: Wir haben jahrelang davon geredet das die Arbeitnehmer das Sagen haben.
00:04:30: wie siehst du
00:04:30: das?".
00:04:32: So kann man es nicht sagen, also das ist definitiv nicht per se oder pauschal vorbei.
00:04:36: Aber es hat sich segmentiert.
00:04:39: Wir haben auf der einen Seite generalistische Rollen, Austauschsparerrollen und vielleicht auch juniorige Rollen.
00:04:49: Das können wir schon ganz klar sagen dass der Arbeitnehmermarkt nicht mehr so stark ausgeprägt ist, dass da schon die Arbeitgeber auf einem viel größeren Spektrum wählen können.
00:04:59: aber wenn wir in Spezialisierungen reingehen, Topprofile Engpassrollen die wir an Markt sind.
00:05:06: Ich nenne nur schlagwürde Cyber Security KI neue Energietechnologien.
00:05:13: da gibt es noch nicht so viele Spezialisten auf den Markt das immer noch ganz klar im Arbeitnehmer mag.
00:05:21: Da können ganz klar die wenigen Spezialist diktieren was Fass ist.
00:05:28: Ich habe die ganze Zeit, also bis jetzt über den Arbeitsmarkt in Deutschland gesprochen.
00:05:34: Gibt es denn auch oder gibt es in den einzelnen Regionen verschiedene Entwicklungen?
00:05:39: Also den klassischen Arbeitsmarkt als solches gibt es nicht.
00:05:43: dazu haben wir in Deutschland einfach zu heterogene Ausprägungen in den Regionen und in den Branchen ja verschiedene Cluster, wenn ich zum Beispiel in München die Süddeutsche Regionen angucke.
00:05:57: Sehr techgetrieben während wir in Norddeutschland sehr stark im Energiesektor gerade Windkraft etc.
00:06:05: unterwegs sind und in Ostdeutsches Land sehr stark in dem fertigen Industrie und dann zusätzlich in den Eisenregion gibt es unterschiedliche Cluster.
00:06:12: das heißt wie könnte jetzt nicht pauschal sagen gewisse Trends, positive negative Entwicklungen gelten global für den samtdeutschen Arbeitsmarkt gleichermafeln.
00:06:22: Sondern das ist schon unterschiedlich in den Regionen als wenn klastern.
00:06:26: wir leben in einer Zeit einer großen Veränderungsdynamik in der die Unternehmen allerdings jetzt momentan so zumindest hat man zu dem Eindruck sehr zurückhaltend sind.
00:06:37: Ist es der richtige Weg oder sollte man gerade in dieser Zeit der Transformation eigentlich investieren, also jetzt nicht nur in Maschinen sondern auch in Köpfe.
00:06:46: Wird dazu wenig getan oder kannst du die unter das Verhalten der Unternehmen per se und umfassend nachvollziehen?
00:06:54: Also ist beides richtig.
00:06:56: Zum einen kann ich eine gewisse Vorsicht verstehen... In Summe von drei Hauptgründen sprechen, warum Investitionen gerade in Unternehmen.
00:07:05: Das sind zum einen die makropolitischen Gründe oder Makrounsicherheit und da wir sehen grade geopolitisch natürlich auch nicht alles sehr stabil.
00:07:13: Wir haben steigende Energiepreise Die Zinsen sind sehr hoch Gerade in Deutschland auch eine enorm starke Regulierung, gerade im einzelnen Branche.
00:07:21: Die natürlich schon auch hemmen in Investitionen.
00:07:24: und zum anderen muss man ganz klar sagen Punkt zwei.
00:07:26: Wir haben über die letzten Jahre kommen wir in der kostenrealität an.
00:07:29: Personalkosten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen.
00:07:32: nach der Corona Zeit Das heißt heutzutage ist es natürlich für Unternehmen deutlich teurer Personal anzustellen.
00:07:40: Und auch in den jahren nach Corona zwanzig einundzwanzig haben wir häufig ich sage mal zu proaktiv eingestellt.
00:07:47: Auf der anderen Seite muss man ganz klar sagen, zu vorsichtige Unternehmen werden die Verlierer der Zukunft sein.
00:07:55: also es ist nicht richtig per se einfach Einstellungen zurückzuhalten sondern man muss eher.
00:08:04: ich glaube wichtig ist dass wir gezielt investieren das wir Transformationen dort wo sie notwendig sind ... aktiv anstoßen, begleiten und da müssen Unternehmen auch mutiger sein.
00:08:16: Wie sollte ich mich denn als Ingenieur verhalten der auf Job suche?
00:08:20: Sollte ich sagen ja den Unternehmen geht es nicht so doll... Da muss sich Rücksicht drauf nehmen.
00:08:24: also schränke ich mich ein bisschen ein.
00:08:26: was mein Verdienst angeht
00:08:28: Auch hier wieder ganz schwierig ne eine Pauschalausage zu treffen.
00:08:32: Ich kann nur wiederholen was ich vorher gemeint habe.
00:08:35: Hier spezialisiert jeder man ist das du mehr hat natürlich die Möglichkeit auch Ich sag mal, Forderungen zu stellen.
00:08:42: Ist man in austauschbaren Rollen unterwegs und man eher über generalistisches Know-how verfügt?
00:08:48: Ist man sicherlich auch schneller ersetzbar?
00:08:50: Da sollte man ein Stück weit schauen.
00:08:52: Aber grundsätzlich würde ich erst einmal bei mir selber schauen was ist mir wichtig?
00:08:58: wenn ich ein Ingenieur bin und gewisse Entwicklungsperspektiven sehe muss ich mich selbst fragen in welche Richtung möchte ich gehen?
00:09:07: und dementsprechend möchte ich auch halten.
00:09:10: Damit werden wir bei dem Thema Richtung.
00:09:12: Ich habe mich vor kurzem mit einer jungen Ingenieurin unterhalten, die ihren Master in Maschinenbau gerade gemacht hat und sie sagt ich schreibe eine Bewerbung nach der anderen und ich kriege nur Absagen.
00:09:23: Was rätst du dir?
00:09:24: Soll die am Ball bleiben und weitermachen weiter schreiben schreiben oder soll die mal über die Richtung nachdenken?
00:09:31: Also definitiv ein gutes Beispiel für einen zwölfgangen Maschinenbau.
00:09:33: also wenn man jetzt zum beispiel maschinen bau ist eine sehr breit angelegte fachrichtung.
00:09:39: wenn man diese jetzt ohne wirkliche spezialisierung.
00:09:44: durchführt oder Praxiserfahrung hat man es natürlich am Markt deutlich schwieriger.
00:09:48: Also mein Rad wäre im während des Studiums schon sehr früh in die Praxis einzutauchen, Werkstudenten tätigkeiten zu suchen, Projekttätigkeiten zu suchen um wirklich den Lebenslauf mit praktischen Erfahrungen anzureichern weil Unternehmen immer mehr Problemlöser suchen und Problemlöser erkennt man dadurch, dass sie schon Praxiserfahrungen haben.
00:10:12: Ich würde das Profil weiter stärker schärfen ja und vermutlich über solche Wege wie zum Beispiel Werkstudenten Tätigkeiten Projekttätigkeiten den Eintritt in den Markt zu.
00:10:25: Aber definitiv dran bleiben.
00:10:27: Wenn die Unternehmen selektiv suchen heißt das hast du gerade angedeutet?
00:10:30: Die Suchen erster Linie ältere Ingenieure.
00:10:33: ist das so
00:10:34: naja Älter würde ich jetzt nicht sagen erfahren.
00:10:38: Also es geht erst einmal darum, dass man eine gewisse Erfahrung hat Unternehmen – Ich habe es vorhin schon erwähnt – den sich natürlich dem gegenüber das die Personalkosten massiv gestiegen sind und man stellt mittlerweile deutlich selektiver ein.
00:10:50: Das heißt, ich brauche Mitarbeiter als Unternehmen, die schnell produktiv sind.
00:10:56: Die schnell diese notwendigen Transformationen, die wir in verschiedenen Branchen brauchen um benötigend schnell umsetzen können.
00:11:03: dafür wird man natürlich in erster Linie erstmal schauen, haben wir Ingenieureinnen und Ingeniöre die schon über entsprechende Erfahrungen verfügen.
00:11:15: Ich hatte eben das Thema Gehalt angesprochen.
00:11:17: hat sich denn da in den vergangenen Jahren schon was eine Trendwände ergeben dass Ingenieurin sich vielleicht auch mit weniger begnügen?
00:11:26: oder ist es noch nicht eingetreten?
00:11:29: Es kommt darauf an.
00:11:30: Wir kommen natürlich von einem relativ hohen Niveau und wir sehen ja auch, ich sage mal in der Makroebene dass natürlich auch die Kosten Lebenshaltungskosten weiter gestiegen sind.
00:11:42: Ich glaube wir sind noch nicht einen Punkt wo wirklich über eine Kehrtwende per se sprechen können insbesondere in eng eingegrenzten Kompetenzfeldern, die nach wie vor sehr stark gesucht werden.
00:11:56: Da wird definitiv aus meiner Sicht auch die Entwicklung des Lohngefüges weiter nach oben geben.
00:12:01: aber eben ersetzbare Profile, die KI drückt in verschiedenen Branchen rein.
00:12:09: es werden verschiedene Aufgabenbereiche schon von digitalen Medien übernommen da sehen wir uns natürlich schon ganz klar gegenüber das Lohn- und Gehaltsgefüge stark unter Druck sind.
00:12:20: Wir reden von der Transformation und von rasanten Entwicklungen.
00:12:25: Und davon rede ich jetzt, dass vor allen Dingen auch junge Ingenieuren die aus den Hochschulen kommen oder die wenig Berufserfahrung haben natürlich schon darauf achten ob ein Unternehmen in Weiterbildung investiert.
00:12:38: Siehst du da auch eine gewisse Zurückhaltung seitens der Unternehm?
00:12:43: Ja!
00:12:43: Ja, ja.
00:12:44: Ich sehe eine Rückhaltung dem entgehen, dass es nicht mehr in der breiten Fläche passiert.
00:12:49: Man entwickelt und wird arbeitende deutlich gezielterweit.
00:12:56: Insbesondere was Themen wie Digitalisierung, KI-Indegrationen.
00:13:03: deutlich stärker wird in Automationen entwickelt.
00:13:06: Kompetenzen dafür.
00:13:09: Nice to have Trainings sind einfach nicht mehr Und wog und dafür gibt es auch aktuell die Gelder nicht.
00:13:15: Wir suchen wirklich ganz gezielt Entwicklungspotenziale der Zukunft, wo wir wissen dass es Max-Tumswerk gibt und da wird auch weiter investiert.
00:13:24: Eine Möglichkeit wäre ja man muss ja nicht unbedingt in teure Weiterbildung investieren.
00:13:28: Es reicht doch informelles Lernen.
00:13:29: das wäre ja auch ein Ansatz okay?
00:13:31: Absolut absolut also.
00:13:33: aber auch da sehen wir auch da sind wir in Unternehmen das in Reskilling und Abskilling Programme investiert wird.
00:13:41: vorhandene Kompetenzen nutzen, auf denen sie aufsetzen und diese dann weiterentwickelt.
00:13:47: Du hast geschrieben oder Hayes schreibt, dass sich überdurchschnittlich gut die Nachfrage nach IT-Fachkräften entwickelt.
00:13:56: Dann stimmt die Aussage nicht, dass KI vor allem solche Jobs frisst.
00:13:59: Tiefachleute können aufatmen oder wie würdest du die Lage bezeichnen?
00:14:03: Ja man kann das nicht klassisch sein.
00:14:05: KI frisst jetzt nicht im klarschen Sinne die Jobs aber sie verschiebt den Fokus.
00:14:11: Ich würde mal ganz klar sagen einfache wiederholbare Tätigkeit die durch AKI ersetzt werden können haben natürlich schon einen massiven Druck.
00:14:20: Ich spreche jetzt von einfachen Test- oder Programmieraufgaben.
00:14:25: Aber... KI erzeugt auch viele neue Rollenprofile innerhalb der KI mit enormen Wachstumspotenzial.
00:14:32: Cloud-Strukturen werden komplexer dadurch, wie die Architektur komplex ist.
00:14:36: Das ist definitiv ein Rollenmodell was sehr stark wächst, die Architektur oder wir wissen alle KI verbraucht Unmengen an Daten.
00:14:44: Daten muss strukturiert werden, muss analysiert werden.
00:14:47: alles rund ums Data ist sehr wichtig und den zufolge alles das mit Daten zu tun hat muss natürlich auch geschützt.
00:14:55: IT-Security, Cyber Security ist ein Thema was stark boomt und wo wir aus meiner Sicht in Deutschland noch viel Aufholarbeit haben.
00:15:05: Und nicht der Nordlist.
00:15:08: erst mal die Indikation von KI als solches Organisation.
00:15:14: Ich habe zum Beispiel diese Woche ein Geschäftsführer-Meeting in Berlin organisiert, wo sich insbesondere Geschäftsführende aus dem Mittelstand und Kleinunternehmen treffen.
00:15:23: Und da geht es ganz klar um das Thema wie nutzen wir KI?
00:15:27: Ist es sinnvoll für uns weil viele dieser Unternehmen gerade noch einen Fragezeichen haben Wie viel dafür soll ich reinholen?
00:15:35: Wo kann jetzt mich unterstützen?
00:15:37: also wir hängen dann auch hinterher aber ich denke Wir werden hier große Wachstumspotenziales sehen.
00:15:44: Hat Deutschland denn die Zeit dazu, sich jetzt noch Gedanken zu machen?
00:15:47: KI ja oder nein?
00:15:49: Ich glaube es ist schon wichtig dass wir nicht kopflos investieren und uns schon genau überlegen für was wir KI einsetzen weil es doch nach wie vor viele Modelle gibt die nicht einfach fehlerfrei sind.
00:16:04: aber klar also Nein!
00:16:06: Wir haben keine Zeit stillzustehen lange zu überlegen, ohne was zu tun.
00:16:12: Aber wir müssen das natürlich mit Bedacht machen und wir müssen natürlich schauen wo kann uns KI wirklich weiterhelfen?
00:16:18: Und nicht blockieren.
00:16:20: Okay, KI ist jetzt ein Teil die Digitalisierung ist aber omnipräsent.
00:16:25: Das heißt mit anderen Worten dass man praktisch und das ist überbranchend übergreifend.
00:16:30: es lohnt sich also durchaus in allen Branchen nachzuschauen ob man da Chancen hat als jemand der in digitalen Mellien geschult ist.
00:16:37: Absolut, absolut und ich sage mal so.
00:16:40: Ich kann ein kleines Beispiel geben die klassische Baubranche als solche, wo man jetzt denkt ja gut okay dann hat man ein bisschen Zement, ein bisschen Mörtel und paar Bausteine und baut man was.
00:16:50: gerade dort wird sehr viel in Digitalisierung investiert.
00:16:53: Man nennt es sogenannte BIM-Modelle.
00:16:55: also viele Bauten werden mittlerweile vorher digitalisiert mit Trägheiten Ich bin jetzt nicht der Bauexperte selber, aber wo Stadtingen et cetera simuliert werden, Simulation.
00:17:11: Das war das Wort was ich gesucht habe in der digitalen Umfeld eingebracht.
00:17:16: Das sind schon ganz starke Punkte die da einströmten und gerade in solchen Feldern sehen wir einen ganz großen Nachholbedarf auch von Digitalisierung.
00:17:27: Vorgangene Woche kam eine Meldung vom Statistischen Bundesamt dass am deutschen Arbeitsmarkt anteilig so viele Menschen in Teilzeit tätig sind wie noch nie zuvor.
00:17:38: Es gab auch mal einen Trend, oder gibt es womöglich noch ein Trend zur befristeten und projektbasierten Verträgen?
00:17:44: Wie sieht das bei IngenieurInnen aus mit der Teilzeit vor allen Dingen?
00:17:49: Ja also Teilzeit ist ja letztendlich eine Ausdruck von der Entwicklung eines flexibleren Marktes.
00:17:56: Ich glaube schon, dass viele Beschäftigten – das geht Ingenieuren genauso wie die anderen Berufsgruppen möchten ja bewusst eine Vereinbarung von Beruf, Familie und entsprechende privaten Zeiten stärker und auch vor allen Dingen freiwillig nehmen.
00:18:17: Problematisch wäre es wenn jetzt auf der einen Seite der Bedarf da wäre nur Vollzeitarbeit arbeiten oder Vollzeittätigkeiten zu führen und man letztendlich nur Teilzeitarbeiten hätte was nicht der Fall ist.
00:18:30: zusätzlich dazu unterstützen ja gerade immer stärkere Digitalisierungen auch die Effizienz der Arbeitsfähigkeit.
00:18:37: Also von daher ist Teilzeit nicht per se ein schlechtes Thema, weil es zum einen vielleicht auch Berufsgruppen wieder in die Berufswelt integriert, die vorher sonst keine Chance hätten.
00:18:49: Du hattest eben schon gesagt dass der Fachkräftebedarf von konkreten Infrastruktur- und Transformationsprojekten geprägt ist.
00:18:57: Hast du das Gefühl, dass die Politik da die richtigen Signale setzt?
00:19:01: Da geht der Zug hin.
00:19:05: Da habt ihr Chancen.
00:19:06: oder wie siehst du die Politik in dem Rahmen?
00:19:08: Ich glaube
00:19:09: insbesondere im Baugewerbe und in den Energie-Gewerber also gerade in denen Bereichen, wo wir ja von der Politik ursprünglich diese großen Investitionen oder Sonder-Infektvermögen zur Verfügung gestellt bekommen haben.
00:19:25: Passiert es einfach zu langsam?
00:19:27: Ja!
00:19:27: Wir haben sehr umfangreiche Genehmigungsverfahren also die Erneuerung der Schieneninfrastruktur, der Straßeninfrastrukturen
00:19:38: etc.,
00:19:40: der Energiewandel.
00:19:41: Wir haben eine sehr umgangreiche starke Unsicherheiten bei den Unternehmen, was die Förderlogik betrifft und natürlich auch teilweise politische Unklarheiten.
00:19:52: Was jetzt die Genehmigung von zusätzlichem Projekt betriffe?
00:19:56: In Summe haben wir hier zwar schon einen Branchenumfeld wo wir große Bedarfe haben viele Projekte werden aber durch die Politik und die Verzögerung ausgebremst.
00:20:06: Und hier müssen wir ein klares Signalrichtung Politik geben, administrative Hürden zu reduzieren und schneller ins Doings zu kommen um den Anschluss nicht zu verlieren.
00:20:16: Und natürlich auch viel Zeit dieser Gelder nicht im Sande den Getrieben oder Mühlen des administrativen Staates versinkert zu lassen.
00:20:27: Von der Politik zurück zu denen die unmittelbar betroffen sind über die wir reden, die Ingenieure und Ingenieurinnen In den letzten Jahren immer wieder ein Thema waren Soft Skills.
00:20:35: Ist das ein Thema, das überbewertet wird?
00:20:37: Was Karriere-Möglichkeiten angeht ist das Modewort oder gibst du da dem Wort mehr Inhalt?
00:20:45: Nein!
00:20:45: Also Soft Skills ist kein Mosewort aber sie müssen halt relevant übersetzt werden.
00:20:50: also es reicht jetzt nicht einfach passiert zu sagen Mensch ich bin hier irgendwo ehrenamtlich unterwegs Ich habe tolle Soft Skills sondern Es ist schon wichtig dass gewisse Soft Skills, die man sich aneignet oder über die man verfügt.
00:21:07: Gewisse Rückschlüsse auf Arbeitsmarktrelevante Funktionen oder Fähigkeiten darstellen.
00:21:15: Also so kann zum Beispiel gewisse soft fields... unterstützen für Konfliktlösung sein oder Verantwortung zu übernehmen unter Unsicherheit, dass man ein gewisses Mut hat Entscheidungen zutreffen.
00:21:29: Oder geeignet ist Führung auch zu übernemen wenn es andere vielleicht nicht können.
00:21:34: also von daher ja soft skills sind wichtig sie müssen übersetzbar sein in arbeitsmarktgerechte Fähigkeiten.
00:21:43: Das gilt in deiner Ansicht nach noch wichtig, wenn ich jetzt ins Arbeitsleben gehe.
00:21:48: Die Hochschulen sind überfordert bei der Aufgabe die Absolventen eins zu eins für den Arbeitsmarkt hauptsächlich zu machen.
00:21:56: aber was sollte man haben, wenn man von der Uni abgeht?
00:21:59: ...
00:22:02: rein menschliches Skills, ich könnte halt eher so technische Skills empfehlen.
00:22:05: Was jetzt in der Zukunft vielleicht da würde ich mal empfehle... dass man klar alles so was ich vorher schon genannt hatte, ne?
00:22:12: So Abkomming!
00:22:14: Themen, die sehr stark einen Push- und Pull-Effekt haben.
00:22:18: Alles rund um IT-Architektur, Cloudbetriebe, Cyber Security Data Management und das komplette Bauingenieurwesen insbesondere mit Fokussierungen auf Infrastrukturen, Energien – was nicht in Zukunft helfen wird, ist wenn man zu generalistisch zubreit aufgestellt ist.
00:22:41: Das heißt wichtig ist es innerhalb dieser Segmenten Spezialisierungen zu entwickeln über Praxiserfahrungen aufbauen ja also wirklich auch in den Praxisbezug zu kommen und nicht einfach theoretisch vor sich hin zu studieren.
00:22:58: Was würdest du machen?
00:22:59: Wenn Du Schulabsolvent wärst und Du würdest gerne Ingenieurwissenschaften Studieren?
00:23:05: Würdest Du das nehmen was dir Spaß macht oder würdest du auch auf den Arbeitsmarkt gucken?
00:23:10: Oder beides, oder würdest du eins präferieren.
00:23:12: Wie würdest Du vorgehen?
00:23:14: Also sowohl als auch ich weiß nicht ob ich mal aufs eigene Erfahrung sagen erzählen kann Wolfgang Ich wollte ganz früher Architekt werden.
00:23:22: Ja das war immer mein Traum so volle Gebäude zu bauen ja ganz Spacey und etc.
00:23:30: Ich habe dann letztendlich auch mich dazu entschlossen, eine spezielle Abitur zu machen mit Fachrichtung Bautechnik.
00:23:36: Was ziemlich gut war, weil ich das schon erstmal reingeschnubbert hab und natürlich sich auf meinen Wunsch so ein bisschen verfestigt hat zu sagen Mensch, das macht mir Spaß!
00:23:46: Ja, aber über Praktika etc.
00:23:49: festgestellt um an die Realität sieht gar nicht so gut aus für Architekten, der Architekten sitzen dann in irgendwelchen Bauämtern und machen Stadtplanung oder so.
00:23:59: Und das weiß Gott nicht, was ich machen wollte.
00:24:02: Von daher würde ich zu beiden raten.
00:24:04: Ich würde wenn ich einen Wunsch habe... frühzeitig in den Praxis gehen, um zu erleben ist die Realität wirklich so wie ich mir das vorstelle.
00:24:13: Ist mein Wunsch wirklich so, wie ich mich das in meinen Kopf ausmahle?
00:24:16: Das kann man nur erleben wenn man wirklich auch meine Praxisschüler-Praktika etc.
00:24:21: durchführt.
00:24:22: ja und man kann auch recht frühzeitig schon im Schulsystem reingehen, die die gewisse technische Spezialisierungen haben, dass kann man auch reingeben und dann wenn mir das gefällt würde ich das konsequent verfolgen.
00:24:35: Ja, ich würde aber nach wie vor schon auch ein bisschen gucken wo die Reise hingeht.
00:24:39: Auch hier kann nicht nur sagen Spezialisierung ist das A und O egal in welchem Branchensektor
00:24:45: studieren lohnt sich noch.
00:24:47: Absolut, absolut.
00:24:48: Wir brauchen studierte Leute, wir brauchen Innovationen.
00:24:52: Wir sind das Land der Denker und Dichter ja?
00:24:55: Und ich möchte nicht aufgeben zu sein dass Studierend sich nicht lohnt.
00:24:59: Studieren hat ja auch nach wie vor einen regenden entwickelnden Charakter neben den fachlichen für das menschliche.
00:25:05: also definitiv aus meiner Sicht.
00:25:08: es sollte technologisch relevant sein wir sollten Erfahrungen kombinieren und dann lohnt sich Studium auf jeden Fall.
00:25:15: Lieber René, herzlichen Dank dass du die Zeit genommen hast.
00:25:18: Ich fand das war sehr informativ und sage noch einmal danke schön!
00:25:22: Vielen Dank Wolfgang.